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Heilpflanze des Monats Dezember

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Der Spitzwegerich
Regen, Wind, Schnee und klirrende Kälte - die Jahreszeit bringt nicht nur den Weihnachtsmann, das Christkind und jede Menge Geschenke.

Wenn das Tageslicht bereits am Nachmittag verschwindet und die Temperaturen sinken, fängt der Hals an zu kratzen, die Nase zu laufen und macht einem der Husten zu schaffen.

Hilfe gegen Husten und Erkältung
Ein altes und sehr wirksames Mittel gegen Atemwegserkrankungen ist seit je her der Spitzwegerich.

Dank seiner sehr günstigen Wirkstoff- Kombination ist das Kraut ein gutes Hustenmittel. Zusätzlich bietet die Pflanze gute Fähigkeiten bei der Wundheilung.

Zuhause in aller Welt
Der Spitzwegerich findet man typischerweise an Wegrändern, Äckern und auf trockenen Wiesen auf der ganzen Welt. Im Gegensatz zu so mancher seiner Heilpflanzen-Kollegen, kommt der Spitzwegerich in freier Wildbahn häufig vor und ist deshalb auch nicht gefährdet. Hauptlieferländer sind Ost-Länder wie Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Polen und Russland.

Der Anbau der Pflanze ist eher unbedeutend. Auf kleinen Flächen in Deutschland, Tschechien, Frankreich und Belgien wird Spitzwegerich kultiviert.

Auch im eigenen Garten ist Spitzwegerich recht einfach anzupflanzen. Er stellt wahrlich keine hohen Ansprüche. Jedoch vermehrt sich diese Pflanze auch gerne ungewollt. Dies einfach frühzeitig unterbinden.

Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile.

Name - König der Strasse
Das Wort Wegerich stammt ursprünglich aus dem Althochdeutschen. Es setzt sich aus den Teilen "wega" (= Weg) und "rih" (= König) zusammen. Der deutsche Name kann also ungefähr mit "Wegbeherrscher" übersetzt werden. Wie so viele Namensursprünge deutet dieser wohl auf den Standort hin.

Synonyme
Heilwegerich, Wundwegerich, Aderblatt, Aderkraut, Heilblärer, Heufressa, Hundsrippen, Lägenblatt, Lämmerzunge, Lügenblatt, Lungenblattl, Rippenkraut, Ripplichrut, Rossrippen, Rossrippe, Schafzunge, Schlangenzunge, Siebenrippe, Spiesskraut, Spitzfederich, Spitz-Wegeblatt, Wagentranenblatt, Wegbreite, Wegreich, Wegtritt, Wegetritt

Heilwirkung - Reizlinderung
Die Wirkung des Spitzwegerich ist wissenschaftlich belegt. Der Spitzwegerich wirkt in erster Linie entzündungshemmend, schleimlösend, antibakteriell, blutreinigend, blutstillend und harntreibend.

Spitzwegerichkraut enthält vor allem Schleimstoffe, das Glykosid Aucubin (Rhinanthin), Gerbstoffe und Kieselsäure. Die Schleimstoffe wirken reizmildernd bei Husten. Sie überziehen die Schleimhäute der Atemwege sozusagen mit einer Schutzschicht, die Entzündungen heilen und neue Virenangriffe abwehren. So kann auch der störende Hustenreiz unterdrückt werden.

Aber auch das Antibiotikum Aucubin und die Gerbstoffe wirken sich günstig auf die Schleimhäute aus, befreien befallene Areale von Bakterien und stoppen Entzündungen. Aucubin ist zwar nicht so stark wie Penicillin, wirkt bei Wunden, Bronchitis und bei Katarrhen jedoch sehr gut. Die Kieselsäure stärkt hingegen das Bindegewebe und sorgt indirekt für die Steigerung der Abwehr.
Dazu gehört der Spitzwegerich zu den Pflanzen, die beim Menschen die Produktion von "Interferon" anregen. Dies erhöht die Abwehrkräfte gegen Viren in den Luftwegen.

Diese Wirkstoffkombination macht den Spitzwegerich zu einem der besten Hustenmittel.

Hauptanwendung - Husten
Die hauptsächliche Anwendung findet der Spitzwegerich als Hustenmittel. D.h. innerlich zur Behandlung von entzündlichen Atemwegserkrankungen (Erkältungen), bei Bronchitis, Asthma, Keuchhusten, Halsentzündung und Halsschmerzen.

Für die innerliche Anwendung verwendet man meist Spitzwegerichtee oder Teemischungen mit Spitzwegerich, Sirup oder Saft vom Spitzwegerich. Diese lösen festsitzenden Schleim und lindern entzündliche Prozesse.

Spitzwegerich zur Wundheilung
Äusserlich angewendet eignen sich auch Zubereitungen zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen und allgemein bei Wunden. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken zusammenziehend. So ist der Einsatz von Spitzwegerich auch bei Insektenstichen durchaus förderlich. Dazu sollte man gleich nach dem Insektenstich frische, zerriebene Blätter auf die betroffene Stelle legen.

Äusserlich wird er als Spülung, Bad oder Pinselung angewendet.

Tee, Saft oder Sirup? Blatt oder Blüte?
Die Aufbereitung der Spitzwegerich-Blätter erfolgt ganz unterschiedlich.
Der Spitzwegerich wird als Aufguss oder Tee verwendet. Ebenso verwendet man den ausgepressten Saft der Blätter.

Üblicherweise werden frische Pflanzenteile verarbeitet. Dabei werden nur junge Blätter geerntet, bevor die Blüte ansetzt. Diese werden dicht an der Rosette abgeschnitten. Dabei sollten die anderen Blätter oder die Wurzel nicht verletzt werden.

Dieser Saft ist lange haltbar. Dies ist höchstwahrscheinlich dem antibiotisch wirkenden Aucubin zu verdanken. Am gängigsten ist die Zubereitung eines Spitzwegerich-Tees.

Den Sirup stellt man aus Blättern und Blüten her. Hierzu werden die Pflanzenteile zusammen mit Honig oder Zucker eingekocht.

Bloss nicht kochen!
Wichtig ist, dass die verarbeitete Pflanze für die innerliche und äusserliche Verwendung richtig aufbereitet werden. Ansonsten geht schnell die Wirkung der Inhaltsstoffe verloren.

Dies tritt z.B. bei zu starker Erhitzung (wie bei der Herstellung eines Aufgusses oder gar einer Abkochung) ein. Auf biochemischer Ebene wird das Beta-Glukosidase Enzym zerstört. Dadurch wird die Hydrolyse des Aucubins verhindert und hat letztendlich ein solches Getränk seine antibiotische Wirkung eingebüsst.

Geeignetere Aufbereitungen stellen heutzutage z.B. wässrige Kaltauszüge dar.

Erste Hilfe in freier Natur
Wer sich in freier Natur verletzt, kann schnell Abhilfe schaffen. Hat man keinen Erste-Hilfe-Kasten dabei, einfach einige Spitzwegerichblätter zerkauen und auf die Wunde auflegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann das Ganze bedeckt werden.

Eine Alternative - Das Aufträufeln ausgepressten Saftes. Auf Wespen- und Bienenstiche, Wunden, nässende Hautentzündungen wirkt der Saft abschwellend und abheilend.

Hier hilft die blutgerinnungsfördernde, leicht antibakterielle, zusammenziehende (adstringierende) und desinfizierende Wirkung der Pflanze.

Zubereitung als Tee
Ca. 3 Gramm Kraut mit 150ml heissem Wasser übergiessen. Nach 10min absieben. Die Dosierung von 2- 3 Tassen je Tag nicht überschreiten.
2 Teelöffel (ca. 2 g) zerkleinerte Droge werden mit ca. 150 ml Wasser kalt angesetzt, kurz aufgekocht und nach 10 Minuten abgeseiht.

Zubereitung als Saft
Reinigen Sie die Spitzwegerich-Blätter und pressen Sie aus Ihnen den Saft heraus. Dazu können Sie auch einen Entsafter benutzen. Tragen Sie den Saft auf die betroffenen Stellen auf.






Bitte beachten Sie
Alle auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stellen in keiner Weise einen Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder eine Behandlung durch ausgebildete Ärzte und Mediziner dar. Die Informationen dürfen nicht für die eigene Therapieauswahl oder gar für eigene Diagnosen verwendet werden.

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